Hängt die Fahne auf Halbmast, morgen wird gewählt

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Otto von Bismarck

Morgen ist es nun soweit: GKR-Wahlen in der EKBO! GKR-Wahl in Nazareth! Was eigentlich ein Feiertag sein sollte in der Gemeinde, wird wohl eher ein Trauerspiel.

Es hätte ein Feiertag sein sollen, indem die Gemeinde nach der rechtswidrigen Auflösung des GKRs wieder zurückfindet in die Normalität. Drei von sechs Kandidaten gehörten auch dem aufgelösten GKR an und endlich durften sie sich wieder zur Wahl stellen; der Gemeinde ein Stückchen Normalität zurückgeben.

Christian und ich stellten uns auch der Wahl. Die offenen Anfeindungen der Gemeinde wie der Ausschluss vom Gemeindefest und die Verleumdung im Vorfeld der Wahl sollte uns nicht abhalten, wieder einen Weg in die Gemeinde und zum geschwisterlichen Dialog zu finden. Doch das wollten andere nicht.

So wurden wir vom Gesamtwahlvorschlag gestrichen mit einer abenteuerlichen Begründung, die mehr über die Intentionen und die Niederträchtigkeit  der Verfasser aussagt, als dass sie rechtlich substantiiert wäre.

Und damit wird die Wahl zum Abgesang auf die demokratische Ordnung unserer Kirche.

Ich habe dem Ausschluss widersprochen, mich an das Konsistorium und die Kirchenleitung gewendet, doch es half alles nichts. Noch bevor die Widerspruchsfrist auslief, versendete die Gemeinde Briefwahlunterlagen ohne Christians und meinen Namen. Ich schreite also morgen zur Wahlurne und weiß jetzt schon, dass ich die Wahl anfechten werde.

Wahlen allein machen noch keine Demokratie.

Barack Obama

 

 

Gibt die Kirche nun die Rechtsstaatlichkeit völlig auf?

Die Gemeinde hat mich vom Gesamtwahlvorschlag entfernt. Die Begründung zeigt m. E. deutlich, dass das Handeln des GKR nichts mit freiheitlichen Strukturen zu tun hat.

Die kirchliche Ordnung fällt mal wieder der Willkür zum Opfer!

 

 

Hallo Ihr Lieben,

obwohl wir nun seit JAHREN direkt und offen angefeindet werden, hatten Christian und ich beschlossen, uns doch für die GKR-Wahl in der Nazarethgemeinde aufstellen zu lassen. Wir wollten von dem „Gegeneinander“, was uns seit 2010 wiederfährt, endlich wieder zu einem „Miteinander“ finden. Diese Chance wurde von der Gemeindeleitung ausgeschlagen! Zuerst wurden Christian und ich im Rahmen der Kandidatenvorstellung im Schaukasten durch Falschbehauptungen / Lügen diffamiert schlecht gemacht – wie ich schon berichtete.

Die eigentliche Kandidatenvorstellung im Rahmen der Gemeindeversammlung im Schinkelsaal zeigte dann deutlich, dass weiterhin über uns schlecht geredet wird und infame Lügen verbreitet werden. Wir lobten deswegen eine Belohnung aus, um die Hintermänner und -frauen dieser systematischen Verleumdungen endlich dingfest zu machen. Auf die entsprechende Auslobung nach BGB kann ich bis zur gerichtlichen Klärung derzeit leider nicht verlinken. Ja, es wurde wieder mal nicht der Weg der Kommunikation von der Kirchenseite her gewählt, sondern gleich die Gerichtsbarkeit eingeschaltet… Dabei weiß die Kirche nur allzu gut, dass wir im Recht sind! Und eigentlich müssten mittlerweile ALLE so schlau sein, zu wissen, dass sie uns nicht mundtot machen werden – erst Recht nicht im Lutherjahr 😉
Egal, nach derzeitigem Stand, wird die Verfügung eh nicht lang bestehen bleiben und schon bald werde ich auch wieder von der Auslobung berichten können.

Jetzt allerdings hat die Gemeinde mich vom Gesamtwahlvorschlag gestrichen!

Gerne würde ich hier das entsprechende Schreiben direkt veröffentlichen – aber ich werde nur einzelne Teile beschreiben – so wie es große Zeitschriften wie z. B. „der Spiegel“ auch tun. Denn, für eine ausführliche Beschreibung, gibt es in den nächsten Tagen meinen Widerspruch zu lesen.

Nur kurz so viel:

Das zweiseitige Schreiben der Gemeinde formuliert ein paar Vorwürfe und schließt dann daraus, dass sie mich vom Wahlvorschlag streichen müsste. Das Ganze funktioniert ungefähr so:

Ohne mich angehört zu haben und ohne die Vorwürfe weiter geprüft zu haben, behauptet die Gemeinde, dass ich mich in einer Form verhalten würde, die die Entfernung aus dem Ältestenamt begründen würde. Mir wird keine Möglichkeit gegeben, mein Verhalten zu rechtfertigen oder gar zu ändern. Stattdessen geht die Gemeinde davon aus, dass ich als gewählter Ältester aus dem Amt entlassen werden würde, was die Handlungsfähigkeit des GKR beeinflussen würde. Und darum streichen sie mich vom Gesamtwahlvorschlag.

Das ist Rechtsauslegung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: „Ich schmeiss Dich raus, denn du könntest ja einen Fehler machen…“ Sieht so Nächstenliebe aus?

Rechtlich betrachtet ist das ganze Verfahren Unfug! Denn selbst wenn ich etwas tun würde, was eine Entfernung aus dem Ältestenamt zur Folge haben könnte, schreibt die Grundordnung ganz klar vor, dass eine Ermahnung durch den Superintendenten zu erfolgen hat und nur wenn diese nicht fruchtet, kann der Kreiskirchenrat eine Amtsenthebung beschließen. Man beachte: Superintendent und Kreiskirchenrat – nicht GKR!

Das interessiert den GKR offenbar wenig. Er macht sich eine Funktion zu eigen, die ihm nicht gehört, verzichtet auf eine konstruktive Klärung und ignoriert die Grundordnung völlig, wenn es darum geht, eine Chance zur Korrektur des eigenen Verhaltens einzuräumen.

Der letzte Punkt ist dabei ein ganz wesentlicher! Schon in der Heiligen Schrift wird uns mit auf den Weg gegeben, das wir einander ermahnen sollen zum richtigen Handeln und erst wenn das nichts bringt, sollen Konsequenzen folgen.

Kurz gesagt: Selbst wenn ich etwas falsch gemacht hätte, dürfte der GKR nicht eine ephorale Kompetenz benutzen, um mich vom Wahlvorschlag zu streichen.

 

Habe ich überhaupt was falsch gemacht?

Schauen wir doch mal nach, was mir inhaltlich vorgeworfen wird.

Erstes und einziges Beispiel für heute wird mir die oben schon genannte Auslobung einer Belohnung vorgeworfen. Begründung des GKR: „Sie erheben in dem Schreiben eine Reihe von Vorwürfen gegen die Leitungsorgane von Kirchengemeinde, Kirchenkreis und Landeskirche.

Aha!

Weil ich also Kritik an den kirchenleitenden Organen übe, darf ich nicht in den GKR?  Ein Jahr vor dem 500. Jubiläum der Reformation verbittet man sich also Kritik. Was ist aus Kirche der Freiheit geworden? Was ist aus Reformation geworden? Unterscheidet sich diese Kirche noch von einer totalitären Organisation?

Entscheidend ist, dass der GKR hier klar kompetenzüberschreitend handelt und die Rechtslage der Kirchengesetze ignoriert, damit ein Szenario dabei herauskommt, was nicht mit den Gesetzen und Rechtsprinzipien der Bundesrepublik Deutschland vereinbar ist. Nun machen das aber nicht ein paar Privatleute, sondern die Gemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechts, die hoheitliche Aufgaben wahrnimmt.

Da ferner davon ausgegangen werden muss, dass der Beschluss der Gemeindeleitung im Benehmen mit dem Konsistorium gefasst wurde, stellt sich die Frage, ob die Kirche als solches überhaupt noch den Status der eigenen Gerichtsbarkeit, der eigenen Gesetze und der Körperschaft des öffentlichen Rechts behalten darf. Denn es gilt für alle Organisationsformen: Wenn man seine genuinen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann, kann man auch nicht die entsprechende Organisationsform behalten. Und offensichtlich schafft es die Kirche seit Jahren, die dieser Konflikt nun schon andauert, nicht mehr, sich an die eigenen Gesetze zu halten.

Ich werde nun bei der Gemeinde Widerspruch einreichen und mich zeitgleich an die Kirchenleitung wenden.

Meine ganz eigene Meinung ist, dass der Plan hinter dem ganzen Theater gegen uns viel diabolischer ist, als ich es hier beschreiben dürfte – wer wissen will, was ich damit meine, kennt ja meine Kontaktdaten.

In diesem Sinne

 

So long cK

Erzwungene Vernunft !?

WOW, nun hat sich das Konsistorium eingeschaltet…
Die Frage ist nur: Hat es was gebracht?

 

Am Montag, den 10.10.2016 bekam ich vom Konsistorium die Information, dass es die Gemeinde aufgefordert habe, die „Anmerkung“ im Schaukasten zu den Kandidatenvorstellungen zu entfernen. Ich fuhr direkt am Abend nach meiner Arbeit in der Gemeinde vorbei, um mich davon zu überzeugen, dass an der alten Nazarethkirche und am Gemeindehaus die „Anmerkungen“ auch wirklich entfernt wurden. Und tatsächlich: Am Nachmittag muss die Verleumdung heraus genommen worden sein…

Insofern: Ja, die Einmischung des Konsistoriums hat etwas gebracht.
Was bleibt ist aber ein bitterer Beigeschmack, der sich in diesen Punkten zeigt:

Der Schaden ist angerichtet

Auch wenn die Verleumdung nun entfernt wurde, so hat die Gemeinde dennoch fast eine Woche lang Christian und mich verleumdet, diskreditiert und unsere Kandidatur beschädigt. Das kann nicht ungeschehen gemacht werden. Es ist davon auszugehen, dass die Wahl bereits jetzt anfechtbar ist.

Konsequenzen

Was passiert eigentlich mit den Verantwortlichen in der Gemeinde?
Hier wurde nicht nur das hohe Gut einer demokratischen Wahl geschädigt, sondern auch strafrechtlich relevant gehandelt – Verleumdung ist eine Straftat!
Was passiert jetzt also mit den Tätern? Tja, dazu hat sich die Kirchenaufsicht „natürlich“ nicht geäußert! Es bleibt zu fürchten, dass da wie immer in unserem Fall nichts weiter passieren wird.

Denn: In den letzten Jahren hat das Konsistorium mehrfach bewiesen, dass es gerne bei Handlungen wider kirchliche Ordnung bzw. der Gesetzgebung wegschaut, solange die eigenen Interessen gegen uns durchgesetzt werden. Oder etwas anders ausgedrückt: Die Betreiber der Auflösung des GKRs konnten im Prinzip gegen uns tun und lassen was sie wollten, kein noch so grobes Fehlverhalten, keine noch so widerwärtige Rechtsverletzung wurde je geahndet. Geschichte wiederholt sich…

Gefahr im Verzug

Vor allem bleibt aber die Erkenntnis, dass sowohl Superintendent Martin Kirchner, als auch das Konsistorium bereits am Freitag hätten aktiv werden müssen.

Kirchner wusste als Superintendent, dass die getroffenen Aussagen falsch sind. Auch wusste er, dass es falsch ist, auf eine solche Weise eine Wahl zu beeinflussen. Und erst recht hätte er wissen müssen, dass er als Superintendent eingreifen hätte können. Hat er doch sonst auch getan.

Denken wir doch nur an seinen Angriff gegen Pfr. Jens-Uwe Krüger im Beisein von Christian und Tina, als angeblich Jesus von uns verunglimpft worden sei – da wurde sofort mit Passauer und dem Konsistorium gedroht, wenn die „Schmierereien“ nicht unverzüglich entfernt würden…

Auch im Konsistorium herrscht freitags nicht Stillstand der Rechtspflege und die Einschätzung der Situation hätte dort sicherlich auch nur wenige Augenblicke gedauert, wenn man dann gewollt hätte…

Mit Blick auf die Rechtsfolgen, mit Blick auf die persönliche Kandidatenvorstellung am Sonntag hätten beide – Superintendent Martin Kirchner als auch das Konsistorium erkennen müssen, dass Gefahr im Verzug ist. Weshalb wurde hier also nicht unverzüglich reagiert?

Ich weiß es nicht, aber bei dem, was uns alles Widerwärtiges und Schreckliches passiert ist, mag ich nicht mehr wirklich an Zufall glauben…

Das große Lügen geht weiter!

Am Donnerstag, den 6. Oktober 2016, habe ich erfahren, dass die Kandidatenvorstellungen für die GKR-Wahl im Schaukasten der Nazarethkirchengemeinde ausgehängt wurden und dass Christian Brühl dabei verleumdet werden würde. Also bin ich nach der Arbeit zur Gemeinde gefahren und musste selbst mit ansehen, was in den Schaukästen in der Nazarethkirchstr. 50 und auf dem Leopoldplatz zu lesen ist:

[ANMERKUNG: Da die Verleumdung mittlerweile entfernt wurde, werde ich sie nun selbst nicht mehr weiter verbreiten…]

Das ist eine LÜGE!!!!

Diese Aussage ist simpel und ergreifend falsch! Christian wurde nicht wegen einer Pflichtverletzung aus dem GKR entlassen. Ganz im Gegenteil: Damals wurde der gesamte GKR rechtswidrig aufgelöst – veranlasst durch die Kirchenleitung unter dem Vorsitz von Bischof Markus Dröge. Das Geschriebene ist also eine bewusst falsche Tatsachenbehauptung.

Ferner diskreditiert dieser Spruch den Kandidaten Christian Brühl. Denn wie wirkt es, wenn sich ein Wähler oder eine Wählerin die Kandidatenvorstellung durchliest und dabei sofort den Hinweis bekommt, dass angeblich ein Kandidat schon wegen Pflichtverletzung aus dem Gremium geworfen wurde? Richtig, es ist eine massive Beschädigung seiner Person und ist in Bezug auf seine Kandidatur eindeutig Wahlmanipulation!

Das dritte Problem ist, dass es der Gemeinde als Ausrichterin der Wahl gar nicht zusteht, solche Informationen über einen einzelnen Kandidaten zu veröffentlichen. Sie hat sich neutral zu verhalten und nichts Wertendes über einen einzelnen Kandidaten zu sagen. Alles andere widerspräche dem Grundsatz der Gleichheit der Wahl – einem demokratischen Grundprinzip.

Aufgrund dieses Missstandes mit den drei oben beschriebenen Rechtsverletzungen habe ich mich über Nacht hingesetzt und drei Briefe geschrieben: An die Gemeinde, an Superintendent Kirchner und an den Präsidenten des Konsistoriums, Dr. Antoine.

Inhalt der Schreiben war der Hinweis auf die falsche Tatsachenbehauptung und die damit einhergehende Schädigung des Kandidaten. Dazu kam dann noch die Aufforderung, diesen Aushang zu entfernen bzw. dafür Sorge zu tragen, dass er entfernt wird.

Was war die Reaktion?

Am Freitag Abend bin ich mit Christian zusammen in die Gemeinde gefahren, um nachzuschauen, ob denn die Aushänge entfernt wurden. Was mussten wir feststellen?

Obwohl meine drei Briefe auf die unverzügliche Entfernung der Lüge abzielte, war das Gegenteil der Fall! Die als „Anmerkung“ getarnte strafrechtlich relevante Verleumdung bei Christian Brühl wurde NICHT entfernt. Es wurde sogar noch eins draufgesetzt und derselbe Text nun auch unter meinen Namen geschrieben:

[ANMERKUNG: Da die Verleumdung mittlerweile entfernt wurde, werde ich sie nun selbst nicht mehr weiter verbreiten…]

Gleicher Wortlaut, nur mit geändertem Namen – WOW!

Übrigens in allen drei Schaukästen der Gemeinde (am Weddingplatz, auf dem Leopoldplatz und in der Nazarethkirchstr. 50) ist das so zu finden!

 

Fassen wir zusamen:

  • Die Gemeinde greift unlauter in die Durchführung der Wahl ein, indem sie eine wertende „Anmerkung“ bei einem Kandidaten macht.
  • Der Inhalt der Anmerkung ist gelogen und dient allein der Diskreditierung eines Kandidaten.
  • Als sie darauf hin gewiesen wird, fügt sie dieselbe Verleumdung auch noch bei einen zweiten Kandidaten ein.

 

Und was macht der Superintendent?

Von Superintendent Kirchner habe ich am Samstag einen Brief bekommen, dass meine Beschwerde angekommen sei und er sich zunächst an die zuständige Stelle im Konsistorium wenden will. Spannend hier ist nun, dass Herr Kirchner als Vorsitzender des Kreiskirchenrats ganz genau weiß, dass die getätigte Aussage falsch ist! Er weiß, dass sein Kreiskirchenrat niemals einen solchen Beschluss gefällt hat, wie in der „Anmerkung“ behauptet wird. Weder Christian Brühl, noch ich noch sonst irgendjemand ist vom Kreiskirchenrat aus dem Ältestenamt entlassen worden.

Der gleiche Superintendent, der kein Problem damit hatte, ungerechtfertigte, rechtswidrige Hausverbote in der Gemeinde anzuordnen, muss bei einer offensichtlichen Lüge beim Konsistorium zunächst nachfragen? Herr Kirchner wohnt direkt im Haus nebenan, er hätte sich ohne Zeitverzug davon überzeugen können und müssen, dass meine Angaben der Wahrheit entsprechen und tatsächlich ein solcher Lügen-Aushang existiert.

Er hält es nicht für nötig, sofort einzugreifen, wenn gegen das Achte Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider Deinen Nächsten“ verstoßen wird? Und das als Superintendent und Pfarrer? Wie glaubwürdig ist die Evangelische Kirche überhaupt noch, wenn sie so mit ihren „Schäfchen“ umgeht?

Das Konsistorium hat ebenfalls noch nicht reagiert und ich bin gespannt, welcher Text morgen bei der Kandidatenvorstellung  ausgehändigt wird…

Bis Später

Christopher!

Wo und zu welcher Zeit leben wir denn?

Hallo Zusammen,

heute hat mich ein Brief von Ingrid erhalten, die selbst Mitglied des Gemeindekirchenrates der Nazarethkirchengemeinde ist. Sie selbst war aus gesundheitlichen Gründen nicht beim Gemeindefest und hat erst hinterher erfahren, was geschehen ist. Hier nun das, was Sie mir geschrieben hat, mit ein paar erklärenden Anmerkungen von mir in []-Klammern:

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RAUSSCHMISS BEIM GEMEINDEFEST

Ich wollte heute zusammen mit zwei Freunden am Gemeindefest der Evangelischen Nazarethkirchengemeinde teilnehmen. Nach zwei Tassen Kaffee kam der GKR-Vorsitzende Herr Sebastian Bergmann auf uns zu und forderte uns auf, zu gehen. Er würde von seinem Hausrecht gebrauch machen und wir sollten nun ohne großes Aufsehen gehen. Auf die Frage, warum wir denn gehen mögen wurde uns geantwortet: „Sie wissen schon warum.“

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Hausverbot ohne Grund

Nachdem der Gemeindekirchenrat der Nazarethkirchengemeinde im Jahre 2011 durch einen offensichtlich rechtswidrigen Beschluss von Bischof Dr. Markus Dröge aufgelöst wurde, übernahm zunächst ein Bevollmächtigtenausschuss unter der Leitung von Pfarrer Ralf Wenzel die Leitung der Gemeinde. Am 29. März 2012 beschloss der Ausschuss unter anderem:

Der BVA [Bevollmächtigenausschuss, Anm. d. Autors] beschließt gemäß der Anweisung des Superintendent vom 29. März 2012: Gegen Herrn Christian B. [Name gekürzt], Herrn Christopher K. [Name gekürzt] und Frau Martina S. [Name gekürzt] wird mit sofortiger Wirkung ein Hausverbot […] verhängt.[…]

Auf der dann folgenden Gemeindeversammlung wurde formuliert, dass das Konsistorium um das Hausverbot gebeten hätte und es deswegen Superintendent Kirchner angeordnet hätte. Eine Begründung außer einem ominösen Verweis auf „schwebende Verfahren“ wurde natürlich nicht genannt.

Mit dem Schreiben, durch das wir über das Hausverbot informiert wurden, wurden wir auch aufgefordert, unsere Gemeindeschlüssel unverzüglich abzugeben.

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Ein Leserinnenbrief: GENUG IST GENUG!

GENUG IST GENUG!
Jetzt melde ich mich zu Wort.
Mein Name ist Sieglinde Sarzio. Ich bin die Mutter von Tina. Meine Tochter wurde und wird gemobbt von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, dessen Vorsitzender Bischof Markus Dröge ist.

Viel zu lange habe ich dabei zugesehen, was hier seit Jahren meiner Tochter angetan wird. Aber damit ist jetzt Schluss!!!

Meine Tochter arbeitete seit 1984 für die evangelische Kirche. Erst als Jahrespraktikantin in der Vaterunser Kirchengemeinde, dann im nahtlosen Übergang in der Nazarethkirchengemeinde. Dort übernahm sie die Leitung der Jugendarbeit und wie viele wissen, war sie mit 20 Jahren die jüngste Leiterin einer Jugendeinrichtung in Berlin.
Sie wurde zwar als Halbtagskraft mit einem Gehalt für 19,5 Stunden pro Woche bezahlt. In der Realität arbeitete sie oft mehr als 40 Stunden die Woche, damit der Betrieb mit allem Drum und Dran weiterlaufen konnte. Sie war sich für keine Aufgabe zu schade und übernahm jede Tätigkeit – vom Kloputzen (trotz seinerzeit dreier Putzstellen in der Gemeinde war das Putzen der Jugendetage nicht vorgesehen) bis zum Essen machen, Spielen, Freizeitfahrten anbieten – es gibt nichts, was Tina nicht gemacht hat.
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Ein offener Brief an die Kirche – STOPPT DAS #VICTIMBLAMING

Herr Bischof Dr. Markus Dröge,
Herr Oberkonsistorialrat Dr. Martin Richter,
Herr Superintendent Martin Kirchner,
Herr GKR-Vorsitzender und CSU-Landesreferent Sebastian Bergmann,

stoppen Sie IHR #VictimBlaming!

 

Sehr geehrte Mitglieder der Kirchenleitung der EKBO, des Kreiskirchenrates Berlin Nord-Ost, Mitglieder des Gemeindekirchenrates der Nazarethkirchengemeinde,

im Rahmen der sog. Causa Nazareth haben die Kirche und ihre leitenden Organe an vielen Stellen bewiesen, das geltendes Recht innerhalb der Kirche wenig wert ist. Auf Basis eines offensichtlich rechtswidrigen Kirchenleitungsbeschlusses wurde nicht nur der Gemeindekirchenrat der Nazarethkirchengemeinde aufgelöst, sondern auch einzelne Gemeindeglieder regelrecht zum Abschuss freigegeben.

Es wurde und wird GEMOBBT,

Angehörige wurden und werden in SIPPENHAFT genommen,

die UNSCHULDSVERMUTUNG wurde und wird mit Füßen getreten,

systematische ZERSETZUNGSMASSNAHMEN stehen an der Tagesordnung,

haltlose STRAFANZEIGEN wurden und werden benutzt, um den Leumund zu zerstören,

LÜGEN und GERÜCHTE ersetzen die Wahrheit und den Dialog!

…und als Rechtfertigung wurden die Opfer dieser Willkür selbst einfach zu Tätern erklärt!

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Causa NAZARETH und kein Ende in Sicht

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

Johann Christoph Friedrich von Schiller

(1759 – 1805), deutscher Dichter und Dramatiker

 

Hallo Ihr Lieben,

lange Zeit war es ruhig geworden in der Causa Nazareth… Nicht, dass dies daran liegen würde, dass es nicht genug zu erzählen gäbe. Bei weitem nicht!

Denn natürlich haben die Verleumdungen nie aufgehört – Nein, sie wurden massiver, jetzt, da man offensichtlich dachte, dass dies nicht mehr im Blog kommentiert wird.

Dem ist nicht so und wird auch nicht so sein. Ganz im Gegenteil. Aber dazu später mehr.

Ich hatte mir eine Auszeit genommen, und es so in den letzten Monaten bewusst etwas ruhiger angehen lassen. Meine Hoffnung war, dass etwas Gras über die ganze Sache wächst und man sich dann irgendwann vielleicht doch mal zum gemeinsamen – vor allem christlichen – Dialog zusammenfinden könnte.

Nachdem die Gemeinde ihre beste Mitarbeiterin gekündigt hatte, hätte man ja denken können: Das war’s!

Stattdessen aber holt die Gemeinde erneut zu einem nächsten Schlag gegen uns aus und ist sich diesmal auch nicht zu schade, ominöse Drohungen massiv und auch sehr laut auszusprechen…

Meine Frau wurde wegen Krankheit gekündigt. Jeder andere Arbeitgeber hätte mit dem Mobbing aufgehört, damit eine Mitarbeiterin gesunden kann und wieder voll arbeitsfähig ist. Erst recht, wenn diese das beste Pferd im Stall ist – (ein Blick auf die Entwicklung der Besucherzahlen der ohnehin auf ein Minimum reduzierten Angebote der Gemeinde spricht hier Bände!).

Aber: Kirche unter der Leitung Bischof Dröges nicht. Da wird die Mitarbeiterin lieber entsorgt

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