#ZeitAufzuräumen

Von gesungenen Messen und geschlagenen Schlachten

Es ist ein Zeit her, dass ich in diesem Blog etwas geschrieben habe. Die Causa Nazareth hat ihre Ende gefunden (?) und es geht nun nicht mehr darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Wenn ich es richtig überblicke sind alle juristischen Streitereien beendet und die kircheninternen Aspekte sind abschließend geklärt.

Wer hat gewonnen?

Die natürliche Frage ist natürlich nun, wer denn nun in dieser Auseinandersetzung gewonnen hätte. Da die Gemeindeleitung nun nach dem Willen der Kirchenoberen zusammengesetzt ist, mag man wohl meinen, die Kirche hätte gewonnen – aber hat sie das?

Die Kirche als Institution hat in der Causa Nazareth versagt. Sie war nur deswegen in der Lage sich dennoch durchzusetzen, da sie ihre eigenen Rechtsprinzipien gebeugt und verraten hat und sich weder vor Lug, noch Betrug, noch STASIesken Zersetzungsmaßnahmen scheute. Das klingt ziemlich reißerisch, entspricht aber dem was ich erleben musste. Und somit erscheint es eher so, als wenn alle verloren hätten – insbesondere die Kirche, die ihre Integrität aufgeben musste, um den Machtbedürfnissen einzelner „Würdenträger“ gerecht zu werden.

Aber auch wir haben verloren, da wir es nicht geschafft haben Recht und Gerechtigkeit in der Gemeinde schützen.

Wie geht es weiter?

Bei mir hier zu Hause stapeln sich die Aktenordner der Causa Nazareth. Akten, die ich kaum lesen kann, ohne dass ich mich übergeben möchte – ob der Ungerechtigkeit, die uns widerfahren ist; ob der menschlichen Abgründe, die sich auftun.

Am liebsten würde ich all das Papier verbrennen und das Ganze hinter mir lassen. Aber würde ich damit glücklich werden können? … Ich fürchte nicht. Denn es würde etwas zurück bleiben, was ich nicht aufgearbeitet hätte – und genau das will ich nun tun.

Der Blog wird wieder aktiviert. Diesmal nicht, um tagesaktuell zu berichten und zu kommentieren, sondern um die ganze Geschichte zu erzählen. Mit den notwendigen Zusammenfassungen und den notwendigen Details.

Wer mich auf meiner Reise durch ein dunkles Kapitel der Berliner Kirchengeschichte begleiten will, ist herzlich eingeladen. Wie regelmäßig ich schreiben kann, weiß ich noch nicht, insbesondere, da die Sachverhalte an sich sehr komplex sind. Insofern folgt mir einfach in den Sozialen Medien (die Infos über das wie und wo kommen noch…) und ihr werdet über jedes neue Puzzleteil informiert.

Hängt die Fahne auf Halbmast, morgen wird gewählt

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Otto von Bismarck

Morgen ist es nun soweit: GKR-Wahlen in der EKBO! GKR-Wahl in Nazareth! Was eigentlich ein Feiertag sein sollte in der Gemeinde, wird wohl eher ein Trauerspiel.

Es hätte ein Feiertag sein sollen, indem die Gemeinde nach der rechtswidrigen Auflösung des GKRs wieder zurückfindet in die Normalität. Drei von sechs Kandidaten gehörten auch dem aufgelösten GKR an und endlich durften sie sich wieder zur Wahl stellen; der Gemeinde ein Stückchen Normalität zurückgeben.

Christian und ich stellten uns auch der Wahl. Die offenen Anfeindungen der Gemeinde wie der Ausschluss vom Gemeindefest und die Verleumdung im Vorfeld der Wahl sollte uns nicht abhalten, wieder einen Weg in die Gemeinde und zum geschwisterlichen Dialog zu finden. Doch das wollten andere nicht.

So wurden wir vom Gesamtwahlvorschlag gestrichen mit einer abenteuerlichen Begründung, die mehr über die Intentionen und die Niederträchtigkeit  der Verfasser aussagt, als dass sie rechtlich substantiiert wäre.

Und damit wird die Wahl zum Abgesang auf die demokratische Ordnung unserer Kirche.

Ich habe dem Ausschluss widersprochen, mich an das Konsistorium und die Kirchenleitung gewendet, doch es half alles nichts. Noch bevor die Widerspruchsfrist auslief, versendete die Gemeinde Briefwahlunterlagen ohne Christians und meinen Namen. Ich schreite also morgen zur Wahlurne und weiß jetzt schon, dass ich die Wahl anfechten werde.

Wahlen allein machen noch keine Demokratie.

Barack Obama

 

 

Wo und zu welcher Zeit leben wir denn?

Hallo Zusammen,

heute hat mich ein Brief von Ingrid erhalten, die selbst Mitglied des Gemeindekirchenrates der Nazarethkirchengemeinde ist. Sie selbst war aus gesundheitlichen Gründen nicht beim Gemeindefest und hat erst hinterher erfahren, was geschehen ist. Hier nun das, was Sie mir geschrieben hat, mit ein paar erklärenden Anmerkungen von mir in []-Klammern:

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RAUSSCHMISS BEIM GEMEINDEFEST

Ich wollte heute zusammen mit zwei Freunden am Gemeindefest der Evangelischen Nazarethkirchengemeinde teilnehmen. Nach zwei Tassen Kaffee kam der GKR-Vorsitzende Herr Sebastian Bergmann auf uns zu und forderte uns auf, zu gehen. Er würde von seinem Hausrecht gebrauch machen und wir sollten nun ohne großes Aufsehen gehen. Auf die Frage, warum wir denn gehen mögen wurde uns geantwortet: „Sie wissen schon warum.“

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Ein Leserinnenbrief: GENUG IST GENUG!

GENUG IST GENUG!
Jetzt melde ich mich zu Wort.
Mein Name ist Sieglinde Sarzio. Ich bin die Mutter von Tina. Meine Tochter wurde und wird gemobbt von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, dessen Vorsitzender Bischof Markus Dröge ist.

Viel zu lange habe ich dabei zugesehen, was hier seit Jahren meiner Tochter angetan wird. Aber damit ist jetzt Schluss!!!

Meine Tochter arbeitete seit 1984 für die evangelische Kirche. Erst als Jahrespraktikantin in der Vaterunser Kirchengemeinde, dann im nahtlosen Übergang in der Nazarethkirchengemeinde. Dort übernahm sie die Leitung der Jugendarbeit und wie viele wissen, war sie mit 20 Jahren die jüngste Leiterin einer Jugendeinrichtung in Berlin.
Sie wurde zwar als Halbtagskraft mit einem Gehalt für 19,5 Stunden pro Woche bezahlt. In der Realität arbeitete sie oft mehr als 40 Stunden die Woche, damit der Betrieb mit allem Drum und Dran weiterlaufen konnte. Sie war sich für keine Aufgabe zu schade und übernahm jede Tätigkeit – vom Kloputzen (trotz seinerzeit dreier Putzstellen in der Gemeinde war das Putzen der Jugendetage nicht vorgesehen) bis zum Essen machen, Spielen, Freizeitfahrten anbieten – es gibt nichts, was Tina nicht gemacht hat.
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Causa NAZARETH und kein Ende in Sicht

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

Johann Christoph Friedrich von Schiller

(1759 – 1805), deutscher Dichter und Dramatiker

 

Hallo Ihr Lieben,

lange Zeit war es ruhig geworden in der Causa Nazareth… Nicht, dass dies daran liegen würde, dass es nicht genug zu erzählen gäbe. Bei weitem nicht!

Denn natürlich haben die Verleumdungen nie aufgehört – Nein, sie wurden massiver, jetzt, da man offensichtlich dachte, dass dies nicht mehr im Blog kommentiert wird.

Dem ist nicht so und wird auch nicht so sein. Ganz im Gegenteil. Aber dazu später mehr.

Ich hatte mir eine Auszeit genommen, und es so in den letzten Monaten bewusst etwas ruhiger angehen lassen. Meine Hoffnung war, dass etwas Gras über die ganze Sache wächst und man sich dann irgendwann vielleicht doch mal zum gemeinsamen – vor allem christlichen – Dialog zusammenfinden könnte.

Nachdem die Gemeinde ihre beste Mitarbeiterin gekündigt hatte, hätte man ja denken können: Das war’s!

Stattdessen aber holt die Gemeinde erneut zu einem nächsten Schlag gegen uns aus und ist sich diesmal auch nicht zu schade, ominöse Drohungen massiv und auch sehr laut auszusprechen…

Meine Frau wurde wegen Krankheit gekündigt. Jeder andere Arbeitgeber hätte mit dem Mobbing aufgehört, damit eine Mitarbeiterin gesunden kann und wieder voll arbeitsfähig ist. Erst recht, wenn diese das beste Pferd im Stall ist – (ein Blick auf die Entwicklung der Besucherzahlen der ohnehin auf ein Minimum reduzierten Angebote der Gemeinde spricht hier Bände!).

Aber: Kirche unter der Leitung Bischof Dröges nicht. Da wird die Mitarbeiterin lieber entsorgt

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