Das große Lügen geht weiter!

Am Donnerstag, den 6. Oktober 2016, habe ich erfahren, dass die Kandidatenvorstellungen für die GKR-Wahl im Schaukasten der Nazarethkirchengemeinde ausgehängt wurden und dass Christian Brühl dabei verleumdet werden würde. Also bin ich nach der Arbeit zur Gemeinde gefahren und musste selbst mit ansehen, was in den Schaukästen in der Nazarethkirchstr. 50 und auf dem Leopoldplatz zu lesen ist:

[ANMERKUNG: Da die Verleumdung mittlerweile entfernt wurde, werde ich sie nun selbst nicht mehr weiter verbreiten…]

Das ist eine LÜGE!!!!

Diese Aussage ist simpel und ergreifend falsch! Christian wurde nicht wegen einer Pflichtverletzung aus dem GKR entlassen. Ganz im Gegenteil: Damals wurde der gesamte GKR rechtswidrig aufgelöst – veranlasst durch die Kirchenleitung unter dem Vorsitz von Bischof Markus Dröge. Das Geschriebene ist also eine bewusst falsche Tatsachenbehauptung.

Ferner diskreditiert dieser Spruch den Kandidaten Christian Brühl. Denn wie wirkt es, wenn sich ein Wähler oder eine Wählerin die Kandidatenvorstellung durchliest und dabei sofort den Hinweis bekommt, dass angeblich ein Kandidat schon wegen Pflichtverletzung aus dem Gremium geworfen wurde? Richtig, es ist eine massive Beschädigung seiner Person und ist in Bezug auf seine Kandidatur eindeutig Wahlmanipulation!

Das dritte Problem ist, dass es der Gemeinde als Ausrichterin der Wahl gar nicht zusteht, solche Informationen über einen einzelnen Kandidaten zu veröffentlichen. Sie hat sich neutral zu verhalten und nichts Wertendes über einen einzelnen Kandidaten zu sagen. Alles andere widerspräche dem Grundsatz der Gleichheit der Wahl – einem demokratischen Grundprinzip.

Aufgrund dieses Missstandes mit den drei oben beschriebenen Rechtsverletzungen habe ich mich über Nacht hingesetzt und drei Briefe geschrieben: An die Gemeinde, an Superintendent Kirchner und an den Präsidenten des Konsistoriums, Dr. Antoine.

Inhalt der Schreiben war der Hinweis auf die falsche Tatsachenbehauptung und die damit einhergehende Schädigung des Kandidaten. Dazu kam dann noch die Aufforderung, diesen Aushang zu entfernen bzw. dafür Sorge zu tragen, dass er entfernt wird.

Was war die Reaktion?

Am Freitag Abend bin ich mit Christian zusammen in die Gemeinde gefahren, um nachzuschauen, ob denn die Aushänge entfernt wurden. Was mussten wir feststellen?

Obwohl meine drei Briefe auf die unverzügliche Entfernung der Lüge abzielte, war das Gegenteil der Fall! Die als „Anmerkung“ getarnte strafrechtlich relevante Verleumdung bei Christian Brühl wurde NICHT entfernt. Es wurde sogar noch eins draufgesetzt und derselbe Text nun auch unter meinen Namen geschrieben:

[ANMERKUNG: Da die Verleumdung mittlerweile entfernt wurde, werde ich sie nun selbst nicht mehr weiter verbreiten…]

Gleicher Wortlaut, nur mit geändertem Namen – WOW!

Übrigens in allen drei Schaukästen der Gemeinde (am Weddingplatz, auf dem Leopoldplatz und in der Nazarethkirchstr. 50) ist das so zu finden!

 

Fassen wir zusamen:

  • Die Gemeinde greift unlauter in die Durchführung der Wahl ein, indem sie eine wertende „Anmerkung“ bei einem Kandidaten macht.
  • Der Inhalt der Anmerkung ist gelogen und dient allein der Diskreditierung eines Kandidaten.
  • Als sie darauf hin gewiesen wird, fügt sie dieselbe Verleumdung auch noch bei einen zweiten Kandidaten ein.

 

Und was macht der Superintendent?

Von Superintendent Kirchner habe ich am Samstag einen Brief bekommen, dass meine Beschwerde angekommen sei und er sich zunächst an die zuständige Stelle im Konsistorium wenden will. Spannend hier ist nun, dass Herr Kirchner als Vorsitzender des Kreiskirchenrats ganz genau weiß, dass die getätigte Aussage falsch ist! Er weiß, dass sein Kreiskirchenrat niemals einen solchen Beschluss gefällt hat, wie in der „Anmerkung“ behauptet wird. Weder Christian Brühl, noch ich noch sonst irgendjemand ist vom Kreiskirchenrat aus dem Ältestenamt entlassen worden.

Der gleiche Superintendent, der kein Problem damit hatte, ungerechtfertigte, rechtswidrige Hausverbote in der Gemeinde anzuordnen, muss bei einer offensichtlichen Lüge beim Konsistorium zunächst nachfragen? Herr Kirchner wohnt direkt im Haus nebenan, er hätte sich ohne Zeitverzug davon überzeugen können und müssen, dass meine Angaben der Wahrheit entsprechen und tatsächlich ein solcher Lügen-Aushang existiert.

Er hält es nicht für nötig, sofort einzugreifen, wenn gegen das Achte Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider Deinen Nächsten“ verstoßen wird? Und das als Superintendent und Pfarrer? Wie glaubwürdig ist die Evangelische Kirche überhaupt noch, wenn sie so mit ihren „Schäfchen“ umgeht?

Das Konsistorium hat ebenfalls noch nicht reagiert und ich bin gespannt, welcher Text morgen bei der Kandidatenvorstellung  ausgehändigt wird…

Bis Später

Christopher!

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