Ein Leserinnenbrief: GENUG IST GENUG!

GENUG IST GENUG!
Jetzt melde ich mich zu Wort.
Mein Name ist Sieglinde Sarzio. Ich bin die Mutter von Tina. Meine Tochter wurde und wird gemobbt von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, dessen Vorsitzender Bischof Markus Dröge ist.

Viel zu lange habe ich dabei zugesehen, was hier seit Jahren meiner Tochter angetan wird. Aber damit ist jetzt Schluss!!!

Meine Tochter arbeitete seit 1984 für die evangelische Kirche. Erst als Jahrespraktikantin in der Vaterunser Kirchengemeinde, dann im nahtlosen Übergang in der Nazarethkirchengemeinde. Dort übernahm sie die Leitung der Jugendarbeit und wie viele wissen, war sie mit 20 Jahren die jüngste Leiterin einer Jugendeinrichtung in Berlin.
Sie wurde zwar als Halbtagskraft mit einem Gehalt für 19,5 Stunden pro Woche bezahlt. In der Realität arbeitete sie oft mehr als 40 Stunden die Woche, damit der Betrieb mit allem Drum und Dran weiterlaufen konnte. Sie war sich für keine Aufgabe zu schade und übernahm jede Tätigkeit – vom Kloputzen (trotz seinerzeit dreier Putzstellen in der Gemeinde war das Putzen der Jugendetage nicht vorgesehen) bis zum Essen machen, Spielen, Freizeitfahrten anbieten – es gibt nichts, was Tina nicht gemacht hat.

Nicht ohne Grund trat selbst Bischof Kruse nach der Visitation der Gemeinde Nazareth dafür ein, dass meine Tochter einen unbefristeten Vertrag erhalten sollte. Die damaligen Jugendlichen hatten in einer öffentlichen Gemeindeversammlung mit dem Visitationskommitee eindrücklich darauf hingewiesen, wie wichtig die Arbeit für den Wedding ist, die meine Tochter dort vor Ort leistete. Das Visitationsteam stimmte dem vorbehaltlos zu. Haben Sie diesen Bericht gelesen – Bischof Markus Dröge?
Ich denke nicht, sonst hätten Sie die üblen Verleumdungen gegen meine Tochter durch Ihren Angestellten Martin Richter wohl kaum verfassen lassen.
Über all die Jahre hat meine Tochter im Gegensatz zu all den Pfarrern, die nach Nazareth kamen und gingen, an der Gemeindearbeit und den Menschen vor Ort festgehalten. Hat immer und immer wieder jedem geholfen. Und vor allem hat sie eines getan: Sie hat den Mund aufgemacht und das Unrecht benannt. Ganz genauso wie es ihre Vorbilder gemacht haben. Denn da, wo Unrecht geschieht, muss einer die Finger auf die Wunde legen. Sonst wäre mein Großvater damals nicht Bürgermeister geworden. Er hat sich dem Nazi-Regime nie gebeugt. Diese Kämpfernatur wohnt meiner Tochter inne. Sie hat u.a. gekämpft für das Recht auf Ehe für Homosexuelle und das schon in einer Zeit, wo noch niemand darüber öffentlich redete. Doch meine Tochter sprach sogar mit Bischof Huber bei einem Treffen der HuK darüber, ob man nicht auch in der Kirche endlich fortschrittlicher werden sollte und wenigstens in den Schulungen der Ehrenamtlichen in der Kirche das Thema Homosexualität behandeln müsse. Die anwesenden schwulen Pfarrer begrüßten diesen mutigen Schritt, ist doch die Suizidrate unter Homosexuellen gerade in der Pubertät um ein Vielfaches höher als bei Heterosexuellen. Denn Anderssein wird in der Gesellschaft viel zu oft nicht akzeptiert.
So ist es auch kein Wunder, dass sich Tina immer für diejenigen eingesetzt hat, die sich anders fühlen, die von der Gesellschaft ausgestoßen werden.
Aber ganz unabhängig davon, Bischof Markus Dröge, man verleumdet Menschen nicht so einfach, wie Sie es in Ihrem Auflösungsbeschluss getan haben. Nein – und deshalb war der Jubel in der Gemeinde Nazareth unter unseren Mitgliedern umso größer, als Ihr Schmutzpapier vom Gericht als offensichtlich rechtswidrig eingestuft wurde. Und was tun Sie darauf hin? Nichts. Im Gegenteil.
Sie lassen Ihre Mitarbeiter Mobber spielen. Pfarrer Ralf Wenzel, der unserer Gemeinde mit seinem BVA nur geschadet hat, durfte unbehelligt „seine Wahrheiten“ über Nazareth veröffentlichen, was das Zeug hielt. Ihm zur Seite standen Birte Müller, mit der ich mich auf Gemeindefesten bis dahin immer sehr nett unterhalten habe – Leo Watzeck, der mir und anderen Gemeindemitgliedern auf einer Demonstration für Pfarrer Krüger nur dämlich kam. Ach ja, und Herr Hafa, der sich sonst etwas auf seine frühere Position im Konsistorium einzubilden schien.
Haben Sie erlebt, wie sich die vier aufgeführt haben? Haben Sie die dümmlichen Aushänge angesehen, die Wenzel und Co. verfasst haben? Meine Tochter hätte angeblich Misswirtschaft betrieben. Geld, welches zum Kita-Umbau benutzt werden sollte, hätte die Gemeinde angeblich nie besessen. Hallo, geht es noch???
Die vielen Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Ralf Wenzel wegen u.a. Datenschutzmissbrauchs gegen ihn haben Ihre Mitarbeiter lediglich lapidar behandelt. Datenschutz und Kirche scheinen schwer auf Kriegsfuß zu stehen, oder wie können Sie es zulassen, dass eine Dienstanordnung für meine Tochter als Schmierpapier in der Gemeinde benutzt werden durfte?
Wollen Sie wirklich behaupten, Sie hätten von alledem nichts gewusst, Herr Bischof? Oh doch, denn der Blog meines Schwiegersohnes war mit all diesen Themen beschäftigt. Ihre Mitarbeiter haben ihn doch fleißig gelesen… Vielleicht ist es noch nicht bei Ihnen angekommen, aber wir haben in Deutschland das Recht auf freie Meinungsäußerung.
Und genau das ist es! Das verachtenswerte Handeln trat durch den Mut meines Schwiegersohnes an die Öffentlichkeit. Offenbar hatte niemand von Ihnen mit der Kraft des Internets gerechnet. Die Herren Seelemann und Richter haben diese Kraft bereits zu spüren bekommen! Ihre Gefolgsleute wurden nicht wieder gewählt. Denn man kann sehr schön im Internet nachlesen, was Ihre Chargen taten, um Christopher Kroll mundtot zu machen.
Und als sich mein Schwiegersohn nicht mundtot machen ließ, griffen Sie seine Frau, meine Tochter an. Superintendent Kirchner gibt ihr ein haltloses Hausverbot, damit sein BVA schalten und walten kann, wie es dem Superintendenten beliebt. Ach ja, und dann vergessen wir mal nicht die gute Frau Homeyer. Die Pfarrerin, die sich nicht scheute, Lügen über den Schaukasten der Gemeinde zu verbreiten.
Ich kann nur sagen, diese Kirche hat sich unter Ihrer Leitung nicht mit Ruhm bekleckert – ganz im Gegenteil, Herr Bischof. Sie setzen sich nach außen hin für Völkerverständigung ein. Wenn die Völker wüssten, was hier in Ihrer Kirche, unter Ihren Augen, an Lügerei und Mobbing vonstattengeht, was glauben Sie, würden die Sie tatsächlich gern als Gallionsfigur sehen? Glauben Sie ein Herr Gauck würde sich mit Ihnen gern in der Öffentlichkeit zeigen, wenn er um diese menschenverachtende Geschichte wüsste? Wenn er wüsste, dass Ihre Landeskirche die eigenen Prinzipien aus Gründen des Machterhaltes mit Füßen tritt?

Keine Sorge – Bischof Dröge – mich kriegen Sie nicht mundtot. Sie haben sich an dem wertvollsten vergriffen, was es für mich auf Erden gibt: Meinem Kind.
Und für mein Kind werde ich wie eine Löwin kämpfen, komme was wolle.
Bevor Ihre Pfarrerin Judith Brock meiner Tochter einen Schlägertypen nach Hause schickt, der nach eigener Aussage vor ihrer Wohnungstür lauerte, hätten Sie lieber 2x nachdenken sollen.

Sie haben das Leben meiner Tochter zerstören lassen!

Sie haben durch Martin Kirchner, Ralf Wenzel, Sebastian Bergmann, Judith Brock und Co. den Leumund meiner Tochter kaputt machen lassen.
Jetzt reden die Erwachsenen, denn jetzt ist Schluss damit. Und für alle, die es schlimm finden, dass sie etwas im Internet lesen müssen: Sie haben vollkommen Recht. Eine widerwärtige Geschichte wie diese gehört nicht nur ins Internet. Sie gehört in die Medien, in die Presse!

Herr Bischof Dröge, keine Sorge, ich werde nicht nur an Sie meine Fragen richten, sondern in späteren Briefen auch noch an all Ihre „Erfüllungsgehilfen“:

  • Sebastian Bergmann, Referent bei der CSU
  • Judith Brock, derzeit Pfarrerin in der Nazarethgemeinde
  • Silvia Hintsche (vormals Bolatzky-Budde), Geschäftsführerin der B-B-M Märkte Berlin
  • Birte Müller, Mitarbeiterin bei der Birte Müller-Akademie
  • Leo Watzeck, Mitarbeiter bei der Feuersozietät Berlin
  • Hans-Georg Hafa, OKR a.D.
  • Andreas Böer, Präses der Landessynode der EKBO
  • Martin Kirchner, Superintendent in Berlin Nord-Ost
  • Ralf Wenzel, Pfarrer in Lindenberg
  • Martin Richter, OKR
  • Carola Homeyer, Pfarrerin
  • Gerald Maue, Mitarbeiter im Bezirksamt Mitte
  • Frau Hohmann, Mitarbeiterin in der Nazarethgemeinde

um nur einige zu nennen…

Ein persönliches Wort zum Schluss an Dich Christopher:
Du bist und bleibst der BESTE!

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