Erzwungene Vernunft !?

WOW, nun hat sich das Konsistorium eingeschaltet…
Die Frage ist nur: Hat es was gebracht?

 

Am Montag, den 10.10.2016 bekam ich vom Konsistorium die Information, dass es die Gemeinde aufgefordert habe, die „Anmerkung“ im Schaukasten zu den Kandidatenvorstellungen zu entfernen. Ich fuhr direkt am Abend nach meiner Arbeit in der Gemeinde vorbei, um mich davon zu überzeugen, dass an der alten Nazarethkirche und am Gemeindehaus die „Anmerkungen“ auch wirklich entfernt wurden. Und tatsächlich: Am Nachmittag muss die Verleumdung heraus genommen worden sein…

Insofern: Ja, die Einmischung des Konsistoriums hat etwas gebracht.
Was bleibt ist aber ein bitterer Beigeschmack, der sich in diesen Punkten zeigt:

Der Schaden ist angerichtet

Auch wenn die Verleumdung nun entfernt wurde, so hat die Gemeinde dennoch fast eine Woche lang Christian und mich verleumdet, diskreditiert und unsere Kandidatur beschädigt. Das kann nicht ungeschehen gemacht werden. Es ist davon auszugehen, dass die Wahl bereits jetzt anfechtbar ist.

Konsequenzen

Was passiert eigentlich mit den Verantwortlichen in der Gemeinde?
Hier wurde nicht nur das hohe Gut einer demokratischen Wahl geschädigt, sondern auch strafrechtlich relevant gehandelt – Verleumdung ist eine Straftat!
Was passiert jetzt also mit den Tätern? Tja, dazu hat sich die Kirchenaufsicht „natürlich“ nicht geäußert! Es bleibt zu fürchten, dass da wie immer in unserem Fall nichts weiter passieren wird.

Denn: In den letzten Jahren hat das Konsistorium mehrfach bewiesen, dass es gerne bei Handlungen wider kirchliche Ordnung bzw. der Gesetzgebung wegschaut, solange die eigenen Interessen gegen uns durchgesetzt werden. Oder etwas anders ausgedrückt: Die Betreiber der Auflösung des GKRs konnten im Prinzip gegen uns tun und lassen was sie wollten, kein noch so grobes Fehlverhalten, keine noch so widerwärtige Rechtsverletzung wurde je geahndet. Geschichte wiederholt sich…

Gefahr im Verzug

Vor allem bleibt aber die Erkenntnis, dass sowohl Superintendent Martin Kirchner, als auch das Konsistorium bereits am Freitag hätten aktiv werden müssen.

Kirchner wusste als Superintendent, dass die getroffenen Aussagen falsch sind. Auch wusste er, dass es falsch ist, auf eine solche Weise eine Wahl zu beeinflussen. Und erst recht hätte er wissen müssen, dass er als Superintendent eingreifen hätte können. Hat er doch sonst auch getan.

Denken wir doch nur an seinen Angriff gegen Pfr. Jens-Uwe Krüger im Beisein von Christian und Tina, als angeblich Jesus von uns verunglimpft worden sei – da wurde sofort mit Passauer und dem Konsistorium gedroht, wenn die „Schmierereien“ nicht unverzüglich entfernt würden…

Auch im Konsistorium herrscht freitags nicht Stillstand der Rechtspflege und die Einschätzung der Situation hätte dort sicherlich auch nur wenige Augenblicke gedauert, wenn man dann gewollt hätte…

Mit Blick auf die Rechtsfolgen, mit Blick auf die persönliche Kandidatenvorstellung am Sonntag hätten beide – Superintendent Martin Kirchner als auch das Konsistorium erkennen müssen, dass Gefahr im Verzug ist. Weshalb wurde hier also nicht unverzüglich reagiert?

Ich weiß es nicht, aber bei dem, was uns alles Widerwärtiges und Schreckliches passiert ist, mag ich nicht mehr wirklich an Zufall glauben…

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