Gegen das Vergessen!

Gerne sagt man, dass die Zeit alle Wunden heile. Das stimmt auch in vielen Situationen, denn gerade bei Verletzungen der Seele ist es oft hilfreich „etwas Gras über die Sache wachsen zu lassen“ um dann mit dem nötigen Abstand das Vorgefallene verarbeiten zu können.

Im besten Fall ist man in der Lage den Schmerz zu vergessen oder zu mindestens soweit zu verdrängen, dass er einen nicht mehr ständig beschwert.

Was ist aber, wenn die Allgemeinheit anfängt zu vergessen?

Wenn sich einfach niemand mehr erinnern kann, was geschehen ist?

Was passiert, wenn die Täter anfangen dieses Vergessen zu nutzen um die Geschichte umzuschreiben?

Um das zu verhindern pflegen wir an vielen Stellen eine „lebendige Erinnerungskultur“ wie es so schön heißt. Sprich es werden Denkmäler und Mahnmale gebaut, Feiertage zelebriert, der Geschichtsunterricht an den Schulen angepasst.

Hier in Berlin befinden sich z.B. das Holocaust-Mahnmal und die Mauergedenkstätte. Zwei Orte, die die Erinnerung an die beiden dunkelsten Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte lebendig halten sollen. Gerade das Mauerdenkmal versucht, einer nachträglichen Verklärung („Im Osten war ja nicht alles schlimm“) entgegen zu wirken. Denn natürlich war in der DDR nicht alles schlecht – aber diese fast schon einfältig anmutende Feststellung darf den Schrecken der DDR und das dahinter stehende Unrechtssystem nicht vergessen machen. Hier muss Erinnerungsarbeit ansetzen, denn die nachwachsenden Generationen können sich kaum noch vorstellen, wie es war, in einem geteilten Land, in einer geteilten Stadt zu leben.

Wie ist es aber mit den „kleineren, dunklen Kapiteln“ bei denen kein Mahnmal gebaut wird? 

Die Causa Nazareth ist ein solches dunkles Kapitel der Kirchengeschichte, in dem Machtpolitik, Intrigen, Lügen und Rechtsbeugung an der Tagesordnung standen, damit Bischof Dr. Dröge und OKR Dr. Richter Ihr Bild von einer „Kirche der Freiheit“ mit aller Gewalt in die Realität umgesetzt wurde.

Und nun wird der tatsächliche Hergang der Geschichte umgeschrieben, indem die vor Ort mächtigen mit Lügen und Verleumdungen eine neue Realität zeichnen – nur hat diese nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Das darf nicht sein! Es darf nicht vergessen werden, welches Leid die institutionalisierte Kirche der EKBO verursacht hat und wie sie systematisch gegen einzelne Personen vorgegangen ist. Diese zutiefst unchristliche Vorgehen darf nicht vergessen werden.

Aus diesem Grund werde ich den Blog noch etwas anders strukturieren und auf www.nazareth.berlin umziehen lassen. Dort befindet sich die Seite noch im Aufbau und zunächst wird der Blog über beide Seiten erreichbar sein:

nazareth.blog.de

www.nazareth.berlin

 

 

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