Hängt die Fahne auf Halbmast, morgen wird gewählt

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Otto von Bismarck

Morgen ist es nun soweit: GKR-Wahlen in der EKBO! GKR-Wahl in Nazareth! Was eigentlich ein Feiertag sein sollte in der Gemeinde, wird wohl eher ein Trauerspiel.

Es hätte ein Feiertag sein sollen, indem die Gemeinde nach der rechtswidrigen Auflösung des GKRs wieder zurückfindet in die Normalität. Drei von sechs Kandidaten gehörten auch dem aufgelösten GKR an und endlich durften sie sich wieder zur Wahl stellen; der Gemeinde ein Stückchen Normalität zurückgeben.

Christian und ich stellten uns auch der Wahl. Die offenen Anfeindungen der Gemeinde wie der Ausschluss vom Gemeindefest und die Verleumdung im Vorfeld der Wahl sollte uns nicht abhalten, wieder einen Weg in die Gemeinde und zum geschwisterlichen Dialog zu finden. Doch das wollten andere nicht.

So wurden wir vom Gesamtwahlvorschlag gestrichen mit einer abenteuerlichen Begründung, die mehr über die Intentionen und die Niederträchtigkeit  der Verfasser aussagt, als dass sie rechtlich substantiiert wäre.

Und damit wird die Wahl zum Abgesang auf die demokratische Ordnung unserer Kirche.

Ich habe dem Ausschluss widersprochen, mich an das Konsistorium und die Kirchenleitung gewendet, doch es half alles nichts. Noch bevor die Widerspruchsfrist auslief, versendete die Gemeinde Briefwahlunterlagen ohne Christians und meinen Namen. Ich schreite also morgen zur Wahlurne und weiß jetzt schon, dass ich die Wahl anfechten werde.

Wahlen allein machen noch keine Demokratie.

Barack Obama

 

 

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