Wo und zu welcher Zeit leben wir denn?

Hallo Zusammen,

heute hat mich ein Brief von Ingrid erhalten, die selbst Mitglied des Gemeindekirchenrates der Nazarethkirchengemeinde ist. Sie selbst war aus gesundheitlichen Gründen nicht beim Gemeindefest und hat erst hinterher erfahren, was geschehen ist. Hier nun das, was Sie mir geschrieben hat, mit ein paar erklärenden Anmerkungen von mir in []-Klammern:

„[…]
Ich habe kein Internet und bekam heute [vor ein paar Tagen] folgenden Anruf aus Nürnberg:

Wir haben heute ins Netz geschaut und sind völlig entsetzt! Du [Also Ingrid selbst] bist doch GKR-Mitglied – hat Dich Deine Krankheit so verändert, dass weder ethische, menschliche noch christliche Werte dich davon abhalten, einer solchen Aktion zuzustimmen?

[…] Wir Ihr sicher ahnt, handelt es sich um den Rausschmiss beim Gemeindefest.

Diesen jeder Grundlage entbehrenden, ungerechtfertigten und nicht zulässigen Akt könnte man ja auch ins Lächerliche ziehen und die Großmannssucht des GKR-Vorsitzenden [Bergmannn] und einer Person aus dem GKR [Hintsche] ablesen. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass es einen solchen GKR-Beschluss gäbe. Ein solcher Beschluss wäre auch sowohl rechtswdirig als auch unchristlich und somit ungültig!

Aber was auch mich völlig schockiert, ist das Verbot, die Kirche zu betreten. Das dürfte doch noch nicht einmal der Bischof tun! Das wird Kreise ziehe, was ein GKR-Vorsitzender unter Assistenz einer Ältesten sich selbstherrlich erbaut. Wo und zu welcher Zeit leben wir denn?

Mit dieser Aktion wurde unsere Gemeinde ganz schön in Misskredit gebracht.

Für mich ist solch „christliches“ Verhalten unseres Voresitzenden ja nicht neu! Schließlich wurde ich im vergangenen Jahr nicht nur verbal zu Unrecht angegriffen, sondern ich sollte letztlich den Raum verlassen weil „wir“ [Bergmann für den GKR] nicht das Vater Unser mit „Ihnen“ [Ingrid] beten wollen. Dieses „wir“ war natürlich mit den anderen nicht abgestimmt. Jetzt bin ich gespannt, ob ich, nachdem dieses Schreiben im Internet ist, dazu gedrängt werde, aus dem GKR auszutreten. Das wäre wohl ein zweischneidiges Schwert für mich. Einesteils schäme ich mich dafür diesem GKR anzugehören, andererseits kann ich nur als Mitglied Veto einlegen wenn es nötig ist.

Eigentlich wollte ich meine Nerven schonen und nicht mehr ins Netz gehen, aber dieses Kirchenverbot empfinde ich als zu gravierend!!
[…]“

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